Ausstellung neu denken

Auftaktveranstaltung zum Design-Thinking-Projekt von Mark Twain Center, Julius-Springer-Schule und Hopp Foundation

Wie kann eine Ausstellung über den Schriftsteller Mark Twain für Jugendliche möglichst interessant gestaltet werden? Dieser Aufgabe stellen sich ab dem 30. September 16 Schülerinnen und Schüler der beruflichen Julius-Springer-Schule. Dabei gilt es nicht nur theoretisch neue Ideen zu entwickeln, sondern diese auch im Rahmen eines konkreten Projektes im Mark Twain Center für transatlantische Beziehungen (MTC) umzusetzen. Das Team des MTC bereitet aktuell eine große Sonderausstellung für das Jahr 2020 vor, um den Namensgeber des Zentrums zu würdigen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler ganz wesentlich mitwirken. Die Förderung der Hopp Foundation ermöglicht es, dass die Jugendlichen dabei unter Anleitung erfahrener Workshop-Trainer die Methode des Design Thinking kennenlernen und im Laufe des nächsten halben Jahres für ihre Arbeit nutzen können. Dabei steht ihnen frei, einen eigenen Schwerpunkt für die Projektarbeit zu entwickeln. Entwicklung und Bau von Ausstellungselementen, moderne Öffentlichkeitsarbeit oder ein spannendes Begleitprogramm, all dies kann im Mittelpunkt ihrer Aktivität stehen.

"Wir freuen uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, neue Denkansätze kennenzulernen, die heute in zahlreichen Arbeitszusammenhängen genutzt werden, um komplexe Probleme und Aufgabenstellungen zu lösen und hierfür innovative Ideen zu entwickeln", so Uli Richard Liebler, Schulleiter der Julius-Springer-Schule. Für den Leiter des Mark Twain Center, Uwe Wenzel, ist besonders wichtig, "dass Jugendliche auf diesem Wege bereits frühzeitig ihr Know-how in die Arbeit des MTC einbringen können. Wir wollen einen lebendigen Erinnerungsort für den deutsch-amerikanischen Austausch schaffen und benötigen dazu die Erfahrungen und die Mitwirkung vieler Menschen aus unserer Region."

Das gemeinsame Projekt von Julius-Springer-Schule, Mark Twain Center und Hopp Foundation startet am 30. September 2019 (9.00 Uhr) und wird bis Ende Januar 2020 fortgesetzt. Die Arbeitsergebnisse fließen ein in die Sonderausstellung des MTC "Travel is fatal to prejudice - Mark Twain in Heidelberg", die vom 24. April 2020 bis zum 31. August 2020 im Mark Twain Center in der Römerstraße 162 zu sehen sein wird.

Mark Twain, der schon zu Lebzeiten weltberühmte Humorist, Schriftsteller und Reisebuchautor, hielt sich im Jahr 1878 fünf Monate lang in Heidelberg auf. Daraus entstand ein umfassender Reisebericht über seinen "Bummel durch Europa", in dem er in loser Folge Szenen des Heidelberger Alltags und seine Besuche prominenter und weniger prominenter Orte in Stadt und Region schildert. Präzise, oft sarkastisch und niemals wertend setzt er sich in seinem Bericht mit Stereotypen und Vorurteilen auseinander - besonders, aber nicht nur, über Deutsche und US-Amerikaner.

(Erstellt am 25. September 2019)