15. November 2025 bis 03. Mai 2026

sitzende Frauenmenge mit weißen Ballkleidern und Scherpe und USA Handfähnchen
Wahlparty der Republikaner, Südstaaten USA, USA 1964 © Max Scheler Nachlass, Hamburg

UNITED | DISUNITED – Max Scheler: USA Fotografien

Der Fotojournalist Max Scheler mit zwei Kameras um den Hals
Thomas Höpker: Der Fotojournalist Max Scheler, Hamburg, Deutschland, 1966.

United | Disunited

Die USA der fünfziger Jahre wirkten auf den jungen Fotografen Max Scheler wie eine Befreiung aus der Nachkriegstristesse der jungen Bundesrepublik. Trotz seiner Faszination für die „Neue Welt“ richtet sich sein fotografischer Blick aber auch auf die gesellschaftlichen und politischen Widersprüche der neuen Weltmacht. Bis zur Mitte der 1970er Jahre berichtet er immer wieder über Armut und Reichtum, die atomare Bedrohung in Zeiten des Kalten Kriegs, den Rassismus vieler weißer US-Bürger und das wachsende Selbstbewusstsein der Afroamerikaner. Zahlreiche Reportagen Schelers dokumentieren die zunehmende Polarisierung zwischen den politischen Lagern im Verlauf der Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA.
In den wenigen Jahren seines photographischen Schaffens hat Max Scheler ein Werk hinterlassen, das zu den bedeutendsten der Nachkriegszeit gehört. Die Ausstellung im Mark Twain Center mit mehr als 80 Schwarzweiß-Arbeiten und Farbbildern zeigt Max Scheler als Chronisten historischer Ereignisse mit großer Liebe zum Alltäglichen.

Vernissage: Fr, 14. November 2025, 19.00 Uhr

Der Künstler:
Der 1928 in Köln geborene Max Scheler begann seine Tätigkeit als freier Bildjournalist zu Beginn der 1950er Jahre. Im Auftrag der Agentur Magnum und großer Magazine – ab 1959 viele Jahre beim Hamburger Stern – arbeitete er in allen Teilen der Welt. In seinen ausdrucksstarken Bildessays verbindet er Tagesaktualität mit langfristig angelegter Analyse. Dabei steht Menschen im Mittelpunkt, denen sich Scheler mit einer Mischung aus Zurückhaltung und Bewunderung nähert. Seit der Mitte der 1970er Jahre wirkte er federführend beim Aufbau der Zeitschriften Geo und Merian mit und starb 2003 in seiner Wahlheimat Hamburg.



Auf dem Farbfoto sind vier schwarze Frauenmodelle in farbigen Kleidern aus afrikanischen Stoffen vor der Skyline von Manhattan abgebildet
Manhatten, USA 1969. © Max Scheler Nachlass, Hamburg

Impressionen der Eröffnung

Das schwarz-weiss Foto zeigt Jackie und John F. Kennedy vom linken Seitenprofil, die gerade Hassan II. von Marokko erwarten
Jackie und John F. Kennedy erwarten Hassan II. von Marokko, Washington 1963. © Max Scheler Nachlass, Hamburg
 Das schwarz-weiss Foto zeigt eine schwarze Frau auf einem Sessel, die eine professionelle Fussmassage  von einer weißen Frau bekommt.
Fußmassage, Atlanta, 1964. © Max Scheler Nachlass, Hamburg

Information zum Ausstellungsbesuch

Öffnungszeiten  Mittwoch bis Sonntag jeweils 13.00 bis 18.00 Uhr; geschlossen am 24., 25., und 31. Dezember 2025 sowie am 1. Januar und am 1. Mai 2026.

 Eintritt  Der Eintritt ist frei.         

Führungen  Gerne bieten wir Führungen durch die Sonderausstellung an. Bitte sprechen Sie uns an! Allgemeine Informationen über Führungen finden Sie hier.  

Rahmenprogramm  Führungen, Vorträge. Hier geht es zum digitalen Veranstaltungskalender.

Kontakt  Römerstraße 162, 69126 Heidelberg; Telefon 06221 58-34065 von Montag bis Donnerstag: 08.30–13:00 Uhr, Freitag: 08.30–14.30 Uhr; E-Mail: mark-twain-center@heidelberg.de.

Barrierefreiheit  Der Sonderausstellungsbereich ist stufenfrei zugänglich. Großräumige Toiletten sowie eine behindertengerechte Toilette sind vorhanden. Weitere Hinweise zur Zugänglichkeit des Museums für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen gibt es hier